Fisser Gonde – Natur erleben, entdecken und genießen

Geschrieben von der Familie Pregenzer zum Thema Aktiv Sommer

2.000 Sonnenstunden im Jahresmittel und die Höhenlage begünstigen ein angenehmes, gesundes Mikroklima am Hochplateau Serfaus-Fiss-Ladis, das Gäste richtig durchatmen lässt und zudem eine einzigartige Flora und Fauna hervorbringt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man hier in Fiss auch ein Naturdenkmal findet: Die Fisser Gande – auch Gonde genannt – befindet sich in einer Höhenlage von 1.820 bis 1.950 Meter oberhalb der Möseralm, sie steht seit 1978 unter Naturschutz. Das 40.000 m² große Schutzgebiet ist eine Gesteinsformation mit weißlichen Felsblöcken, die zum so genannten Engadiner Fenster gehört – einem fensterartigen Aufschluss, der einen Einblick in die tieferen Schichten der Alpen gewährt.

Die Berghänge rund um die Gonde gehören zur Samnaungruppe und sind vorwiegend aus Bündner Schiefer und Quarzphyllit bzw. Ladiser Quarzit aufgebaut. Die typischen weißlichen Gesteine des Quarzits bildeten einst unter anderem im Gebiet des Unteren Sattelkopfs laut Geologen schmale, riffartige Felsen, die im Laufe der Zeit verwittert und in sich zusammengebrochen sind. Heute zeigen sich diese Felsen als gewaltiges Blockwerk mit bizarren Türmen und Rissen. Rund um das Blockwerk wächst dichter Fichtenwald und bereits einige Arten der alpinen Waldgrenze – wie Latschen, kleinwüchsige Lärchen und natürlich die kräftig roten Alpenrosen. Zudem überziehen Gemsheide, Moose und Flechten die Landschaft wie einen Teppich. Dazwischen kämpfen Preiselbeere, Heidelbeere, Alpenbärentraube und Bärlapp um Plätze an der Sonne.

Entdecken lässt sich dieses Naturdenkmal spannend und ganz entspannt auf dem Themenweg, der unmittelbar beim Skyswing im Sommer-Funpark Fiss beginnt. Über einen kleinen Bach geht’s zum Eingangstor, durch das man den Fichtenhochwald unterhalb der Gande betritt. Hier beginnt das Abenteuer Natur. Auf dem historischen Pfad, der durch den geschützten Wald führt, stiegen Bauern einst zu ihren Bergmähdern hinauf. Heute finden sich auf diesem Weg insgesamt 25 interessante, interaktive Stationen, die das Leben im Bergwald (be-)greifbar machen und vor allem für kleine Entdecker viel Abwechslung – also Spiel und Spannung ganz ohne Schokolade – bieten. Einmal geht es über einen Spielbach mit Brücke und vorbei an wasserspritzenden Tieren, dann taucht man beim Rastplatz mittels Hörtrichter in die geheime Welt der Sprache des Waldes ein. Aber auch für die größeren Abenteurer gibt es viel zu entdecken und bestaunen, wie die historische Materialseilbahn, mit der früher Quarzitblöcke nach Fiss befördert wurden. Am höchsten Punkt der Route lädt eine kleine Hütte zum Rasten ein. Bergab geht es über die neu angelegte Trasse. Der Themenweg ist in beiden Richtungen begehbar.

Die Gande entdeckt man in rund 1 bis 1,5 Stunden, der Höhenunterschied beträgt 150 Meter. Der Themenweg ist ein Abenteuerspaziergang für die ganze Familie.

Die alpine Pflanzenwelt ist aber nicht nur schön anzusehen, man kann sie auch schmecken – und zwar in unserem Restaurant im Hotel Tirol in Fiss. Frische Kräuter aus dem eigenen Garten, an der Sonne gereift und durch das alpine Klima geprägt, und regionale Produkte verleihen den traditionellen und kreativen Gerichten eine besondere Note – die nach dem Abenteuer Fisser Gande bestimmt noch einmal so gut schmeckt!

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  • Diese Gegend ist einfach unbeschreiblich schön. Wälder, Blumen, Pflanzen – es gibt so vieles zu entdecken, für die Kleinen aber auch für die Großen. Tolle Wanderwege durch die Tiroler Naturlandschaft versprechen ein besonderes (Urlaubs-)Erlebnis.

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